Für gute Laune im Büro - Mit diesen 7 Fragen lösen Sie Probleme am Arbeitsplatz

Wenn Deadlines drängen und der Druck steigt, liegen Nerven schnell blank. Kein Wunder, dass Stress in aller Munde ist, wenn man an die Arbeit, den Chef, die Kunden oder Kollegen denkt.
Umso lauter wird der Ruf nach einer Unternehmenskultur, die die Gesundheit aller mit in den Blick nimmt.
Doch wo finden sich Stellschrauben, die greifen? Gewiss kann die Geschäftsführung viel Gutes initiieren und zugleich ist beim Thema Gesundheit die Eigenverantwortung jedes Einzelnen gefragt.

Daher möchten wir Ihnen ein einfaches Tool mit sieben Fragen an die Hand geben, mit dem Sie Ihre persönliche Handlungsfähigkeit ausbauen und Probleme aus der Welt schaffen können.

·         Als Mitarbeiter schlagen Sie damit Ihrem Stress ein Schnippchen, indem Sie sondieren, welchen Einfluss Sie aktiv für sich nutzen können.

·         Als Führungskraft oder Projektleiter gewinnen Sie ein Analysetool, um Konflikte oder strukturelle Probleme im Team einfach und nachhaltig zu verändern.

 

Verlassen Sie die Jammerzone!

Den größten Gefallen, den Sie sich und Ihrer Gesundheit tun können, ist das Jammern aufzugeben und klug zu unterscheiden, worauf Sie Einfluss haben bzw. welche Probleme unlösbar sind.

Gegen eine Gesetzesänderung, die Ihnen in der Buchhaltung viel Arbeit beschert, werden Sie nichts unternehmen können. Sich ewig darüber aufzuregen hilft niemandem weiter, sondern verdirbt Ihnen nur die gute Laune. Ähnlich gelagert sind viele Probleme, die in Kantinen, Fluren oder Büros endlos durchgekaut werden.

Akzeptieren Sie unbeeinflussbare Probleme lieber als unangenehme Begleiterscheinungen Ihres Jobs, ohne ihnen allzu viel Energie zu widmen. Denn es ist erwiesen, dass Jammern in solchen Fällen keine Entlastung bietet, sondern Stress erst aufrechterhält. Verwenden Sie Ihre Energie lieber an der richtigen Stelle.

 

Suchen Sie nach Lösungen – und zwar da, wo es sich lohnt! 

Mit den folgenden sieben Fragen öffnen Sie sich für neue Lösungen. Das funktioniert in der Selbstreflexion oder im Gespräch mit Kollegen oder Ihrer Führungskraft.

 

1)   Welches Problem belastet Sie aktuell?

Beispiel: Die Kollegin Frau Mayer nervt mit ihrer schrillen Art. Anderen Kollegen ist das auch schon aufgefallen!

 

2)   Welches Ergebnis wünschen Sie sich stattdessen?

Beispiel: Frau Mayer sollte sich stärker zurückhalten – und anderen in Besprechungen nicht mehr ins Wort fallen.

Bei den Ergebnissen hilft es, wenn Sie zwischen Ihrem Ideal- und Minimal-Ziel unterscheiden. Oft geraten Sie bei dieser Frage ordentlich ins Nachdenken. Gedanklich bleiben wir nämlich viel zu leicht bei den Problemen hängen – und nehmen eine Lösung gar nicht in den Blick.

Hinzu kommt, dass Ergebnisse auch kommunizierbar sein müssen. Wenn Sie sich zu einem Klärungsgespräch durchringen, dann wollen Sie Frau Mayer ja auch erklären können, was genau Sie unter „mehr Zurückhaltung“ verstehen.

 

3)   Was haben Sie bisher versucht, um Ihr Problem zu lösen?

Beispiel: gar nichts, ärgern, Augen verdrehen, vereinzelte Kommentare zu Frau Mayer, Reden mit anderen Kollegen etc.

Wie effektiv waren Ihre Lösungsversuche? Wenn Sie bereits Maßnahmen ergriffen haben, dann analysieren Sie an dieser Stelle, was bislang am besten funktioniert hat bzw. woran bisherige Versuche gescheitert sind.

Haben Sie Ihre Irritation direkt angesprochen oder eher indirekt? Sind Sie mit den Menschen im Gespräch, die etwas verändern können (hier im Beispiel Frau Mayer) oder sprechen Sie eher mit anderen über Ihren Frust?

 

4)   Wie tragen Sie dazu bei, dass das Problem bestehen bleibt?

Beispiel: abwarten oder ineffektive Lösungsversuche (s. Beispiele unter Frage 3) 

Viel zu oft begnügen wir uns mit einer passiven Rolle oder übersehen, dass wir innerhalb eines Teams immer auch Teil vom Problem sind. Wo liegt Ihr Beitrag, dass das Problem bestehen bleibt?

 

5)   Welche positiven Effekte hat das Problem?

Beispiel: Nähe zu anderen Kollegen, lästern können (emotionaler Blitzableiter fürs Team), Aufmerksamkeit erhalten

Obwohl es nicht immer auf der Hand liegt, erfüllen Probleme oft einen Zweck, der allen zugutekommt. Beispielsweise die sogenannte Blitzableiterfunktion: Indem man sich über eine Kollegin aufregen kann, wird der Druck aus anderen Bereichen abgebaut. Könnte es weitere Vorteile geben?

 

6)   Sind Sie bereit, aktiv eine Lösung zu suchen?

Antworten Sie bitte ehrlich mit Ja oder Nein!

Auch ein Nein ist akzeptabel, aber damit akzeptieren Sie auch das Fortbestehen des Problems. Womit Sie deutlich besser dastehen als zuvor, als Sie sich noch gegen das Problem gewehrt haben.

Wenn Sie für eine Lösung aktiv werden wollen, dann fragen Sie sich, welche Wege zur Lösung Ihnen offen stehen!

 

7)   Was sind Sie aktuell bereit zur Lösung beizutragen?

Beispiel: Klärungsgespräch mit Frau Mayer unter vier Augen, Rücksprache mit Ihrer Führungskraft, je nach Problematik ggf. externe Vermittlung durch einen Coach oder Supervisor

Zu einer Lösung gehört mehr als nur Ihr Beitrag, keine Frage! Aber nur Sie selbst können handeln oder andere positiv in Ihrem Sinne beeinflussen. Nutzen Sie dazu alle Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel.

Nehmen Sie ruhig zuerst die Lösungsschritte in Angriff, die Ihnen einfach erscheinen und beanspruchen Sie zusätzliche Hilfe, wenn Sie damit allein nicht weiterkommen.

 

Fazit: Gesundheit beginnt bei Ihnen selbst!

Nehmen Sie Ihren Einfluss wahr, indem Sie Ihren Handlungsspielraum voll ausschöpfen und auch Ihr Umfeld im besten Sinne beeinflussen. Wenn Sie sich ernst nehmen und aktiv für sich eintreten, dann leisten Sie sich einen unschätzbaren Dienst.

So gelingt es Ihnen mühelos, der Jammerzone zu entkommen und gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Ihr Werner Plewa

 


 

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