Waren Sie schon mal in einem Einkaufszentrum, in einem dieser neuen, schön gestalteten Shops? Und als Sie zuhause ankamen, bemerkten Sie es… "Moment mal, – ich wollte doch nur Milch kaufen, jetzt hab ich zwei Shirts, neue Sportsocken, und drei Bücher gekauft…!" (und wahrscheinlich die Milch vergessen).

 

 

Sind wir wirklich so beeinflussbar?

Woran liegt das? Lassen wir uns so schnell hinreissen? Sind wir etwa besonders beeinflussbar? Die Detailhandelsindustrie hat so einige Tricks auf Lager, um uns in einen kleineren oder grösseren Kaufrausch zu versetzen. Dies geschieht auf einer für uns Konsumenten kaum wahrnehmbaren Ebene. Forschungen im Bereich der Neurowissenschaften haben gezeigt, dass Kaufentscheidungen zu vollen 95% unbewusst gefällt werden! Unser Kaufverhalten wird beeinflusst durch Musik, Gerüche, Farben und eben – Licht.

 

Licht als Verkaufshilfe

Seit Jahren wird die Wirkung von Licht auf den Menschen erforscht und in Einkaufsparadiesen gezielt eingesetzt. In einer Laborstudie wurden Kunden in sieben verschiedene Gruppen geteilt. Die Gruppe der Abenteurer, die Offenen, die Hedonisten, die Performer, die Traditionalisten, die Harmoniser und die Gruppe der Disziplinierten.

Die Gruppen setzten sich aus Männern wie Frauen jeden Alters zusammen. Nacheinander wurden den Testpersonen verschiedene Lichtszenarien gezeigt. Dabei wechselten jeweils der Anteil der Grund- oder Akzentbeleuchtung, die Farbtemperaturen und auch Kontraste des Lichts. Die Reaktionen der Teilnehmer wurden analysiert und es liess sich ein ziemlich klares Bild dessen erstellen, wie sich der emotionale Zustand der Teilnehmer in Bezug auf die Lichtverhältnisse veränderte. Dabei riefen schon geringe Änderungen in den Lichtverhältnissen merkbare Reaktionen hervor.

Es stellte sich heraus, dass es für jede Zielgruppe den perfekten Licht-Mix gibt mit welchem man positive Reaktionen auslösen und somit Einfluss auf das Kaufverhalten nehmen kann. Es gab aber auch Beleuchtungsszenarien, auf welche mehrere Typen gut reagierten. Somit entstanden daraus drei Hauptkategorien: Die erste Gruppe BALANCE (Harmoniser, Traditionalisten und die Offenen), diese mochte besonders moderate Akzentbeleuchtung. Die Gruppe STIMULANCE (Hedonisten, Abenteurer) reagierte am stärksten auf stärkere Kontraste, welche durch Akzentbeleuchtung und eine Mischung unterschiedlicher Spots entsteht. Die Gruppe DOMINANCE (Performer, Disziplinierte) wird am besten mit ausgeglichenen, moderaten Effekten positiv angeregt. Eine sehr kontrastreiche Beleuchtung mochte diese Gruppe gar nicht.

 

Wie uns Licht sonst noch beeinflusst

Doch wir können Licht auch anders nutzen. Denn wie Sie eben gelesen haben, beeinflusst Licht unsere Stimmung enorm. Denken Sie nur mal an einen schönen Sommertag, einen romantischen Sonnenuntergang oder – schauder – das kalte, sterile Licht einer Zahnarztpraxis (Liebe Zahnärzte, macht es uns doch nicht noch schwerer…). Licht wird eingesetzt als physische oder psychische Therapie, um stimmungsvolle Theateraufführungen zu präsentieren, es trägt zur Gruselstimmung in der Geisterbahn (oder eben – beim Zahnarzt) bei und sorgt dafür, dass wir abends müde und am Morgens wach werden. Da liegt es auf der Hand, dass die Erkenntnisse der Lichtforschung auch im Bürobereich schon seit Jahren für ein positiveres Arbeitsklima genutzt werden. Das passende Licht macht uns nicht nur leistungsfähiger, es ist auch – im wahrsten Sinne des Wortes – ein StimmungsAUFHELLER. Im für uns richtigen Licht fühlen wir uns wohler und können so entspannter und produktiver arbeiten.

Die Büroleuchte Lavigo mit biodynamischem Licht passt seine Farbtemperatur unserem natürlichen Biorhythmus an und trägt somit zu einem angenehmen Arbeitsklima bei.

 

Wie können wir dieses Wissen für uns nutzen?

Wenn wir wissen, wie Licht auf uns wirkt, können wir dies zu unseren Gunsten nutzen. Zum Beispiel: Unser Biorhythmus (also quasi der Taktgeber unserer inneren Uhr) reagiert auf die Lichtverhältnisse die um ihn herum herrschen. Ein hoher Blaulichtanteil sorgt für eine Ausschüttung des Wachhormons Serotonin (mehr hierzu finden Sie in diesem Blogartikel). Blaulichtanteile kommen auch in Bildschirmen von Computern und Handys vor. Das heisst für uns: Wenn Sie Mühe haben, abends einzuschlafen, können Sie entweder die Finger von PC, Handy und Co. lassen oder aber ein spezielles App herunterladen, das den Blaulichtanteil abends aus dem Bildschirm filtert.

Anderes Beispiel: Es ist ein grauer Wintertag, der Nebel drückt auf Ihre Stimmung. So sitzen Sie an Ihrem freien Tag zuhause herum und kommen nicht in die Gänge. Da Sie jetzt aber wissen, dass Licht Ihre Stimmung beeinflussen kann, machen Sie sich dies zunutze! Fahren Sie in die Berge, die hoch über dem dichten Nebel thronen, und tanken Sie so richtig Sonne! Und schon sind Sie wieder fröhlicher!

Wie können Sie nun den Zusammenhang zwischen Licht und Stimmung in Ihrem Büro umsetzen? Es muss nicht nur der eigene Arbeitsplatz ins richtige Licht gerückt werden. Auch im Besprechungsraum, den Fluren oder im Eingangsbereich können Sie mit professioneller Beleuchtung die Stimmung erzeugen (helfen), die Sie wünschen. Achten Sie beim Betreten Ihrer Firma doch einmal darauf, wie das Licht auf Sie wirkt und was Sie gegebenenfalls verändern möchten.

Fakt ist: Wenn wir wissen, wie uns Licht beeinflusst, können wir dieses Wissen für uns nutzen. Vielleicht lassen Sie sich das nächste Mal nicht so schnell zu einem Spontankauf hinreissen und kommen nur mit der Milch vom Einkaufen zurück. ;)

Wollen Sie mehr zum Thema Licht im Büro wissen? Hier finden Sie 10 Tipps für eine bessere Bürobeleuchtung.

 

 

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