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Sitzbauch Teil 2: Hilfe, was kann ich gegen meinen Sitzbauch tun?

Vor einigen Wochen haben wir vom Sitzbauch berichtet, was in den sozialen Medien für einige Fragen sorgte. Vor allem die Frage "Kann mir das auch passieren?" hat euch stark beschäftigt. Die Antwort: Ja. Kurz und schmerzvoll, ja. Muss aber nicht. Dieser und anderen Fragen von euch widmen wir diesen Beitrag.

Sitz-was? Das gibt es aber nicht wirklich, oder?

Doch. Sitzbauch nennt man es, wenn die Bauchmuskeln zu schwach sind und die Bauchdecke dadurch ganz weich ist. Meist taucht dieses Problem bei Büromenschen auf, die zu viel sitzen, da die Bauchmuskeln im Sitzen schlichtweg nicht viel zu tun haben und sich deshalb zurückbilden. Auch schlanke Menschen können einen Sitzbauch haben. Es ist dann nur noch eine Frage der Zeit, bis Rücken-, Nacken- und andere Schmerzen einsetzen, da das gesamte Muskelkorsett seine stützende Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann.

Wie lässt sich ein Sitzbauch verhindern?

Zuerst sollten wir uns überlegen, was das Ziel sein soll. Was heisst es wenn ich sage: "ich will keinen Sitzbauch haben?" Im Grunde genommen bedeutet dies nämlich eine gesunde Bauchmuskulatur zu haben, die ihre Stützfunktion wahrnehmen kann. Die muss übrigens nicht immer gleich im Sixpack enden.

Ausserdem geht es um mehr als nur den Bauch, es geht um den Rumpf als ganzes System. Um die Rückenmuskulatur, die seitlichen und tiefliegenden Bauchmuskeln, den geraden Bauchmuskel, die tiefliegenden Rückenmuskeln, die Beckenbodenmuskulatur etc. Dieses Muskelsystem oder eben – Muskelkorsett gibt uns Stabilität und hält unseren Rücken gesund.

Reicht es denn nicht einfach, wenn ich 2x die Woche Sport treibe?

Jein. Wenn wir jede Woche 42 Stunden sitzen (Die Anfahrt, das Essen im Sitzen, das Relaxen am Abend nicht eingerechnet!) können wir die Schäden mit 2 Stunden Sport schlichtweg nicht kompensieren. Im Gegenteil kann es erst recht zu Überforderung der Muskulatur und somit zu Verletzungen kommen. Im Alltag sowie in der Freizeit sollten wir uns regelmässig bewegen. Viel umhergehen, Treppen benutzen, eine Haltestelle früher aussteigen, zum Drucker laufen, zu Fuss zum Kollegen… Bewegung im Alltag ist unglaublich wichtig. Wenn wir dies gewährleisten können, können 2 Stunden Sport die Woche reichen um dem Sitzbauch vorzubeugen.

Es gibt ja kaum eine Sportart, bei welcher unser Rumpf nicht arbeiten muss. Für eine starke Muskulatur in diesem so wichtigen Bereich sorgen Sportarten wir Yoga, Pilates, Boxen oder Schwimmen… Auch Krafttraining gehört dazu. Hier ist es wichtig, dass ihr die gesamte Muskelregion ins Training mit einbaut. Simple Rumpfbeugen sind noch immer die Klassiker, trainieren aber fast nur den geraden Bauchmuskel. Am besten z.B. mit 30 – 60 Sekunden Plank kombinieren und bitte den Rücken nicht vergessen!

Fazit: Ein Sitzbauch muss nicht sein!

Ein Sitzbauch kann jeden treffen. Sofern ihr aber genug Bewegung in euren Alltag einbaut seid ihr weniger gefährdet. Achtet darauf, euch sicher zwei bis dreimal die Woche sportlich zu betätigen. Trainiert eure gesamte Rumpfmuskulatur und bezieht den ganzen Körper mit ein, um Schäden vorzubeugen. Dann braucht euch auch keine Sorge um den Sitzbauch zu machen.


Über den Autor

JOMA Team

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