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Unter Strom – was wirklich hinter Elektrosmog steckt

Unser Alltag ist geprägt, von einem sehr hohen Lebensstandard. Es ist ausgesprochen bequem hier ein Knöpfchen zu drücken, dort an einem Schalter zu drehen und schon haben wir Licht, unser Mikrowellengerät schaltet ein ich habe schnell über Whatsapp Bescheid gegeben, dass ich später komme. Ich bin ja auch ganz froh, dass wir nicht mehr in Pfahlbauten hausen, doch manchmal ist es gut, wenn wir alle unsere technischen Errungenschaften einmal genauer unter die Lupe nehmen und vielleicht auch hinterfragen. Hauptsächlich wird von hoch- und niederfrequenten Wechselfeldern gesprochen, doch was gehört in welche Kategorie und welchen möglichen gesundheitlichen Risiken setzen wir uns täglich aus? Das Thema ist äusserst delikat und manchmal auch verwirrend. Seit etlichen Jahren hadert die Welt, ob Mobilfunkwellen und Co. gesundheitsschädlich sind oder nicht. Sicher ist allenfalls eines: Es wird immer mehr gesurft, mobil telefoniert, empfangen und gesendet. Die gesamte Strahlenbelastung steigt. Angesichts der dauervernetzten Umwelt, scheinen gewisse Bedenken auf jeden Fall berechtigt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt zwar nicht vor dem Gebrauch von Mobiltelefonen, aber es gibt deutliche Hinweise, wie die Strahlenbelastung durch die mobilen Geräte wie Smartphone oder Tablet zu verringern ist. Da heisst es zum Beispiel, dass sich das Gerät beim Telefonieren möglichst weit weg vom Körper befinden sollte; ein Headset mit Kabel wäre hier angebracht.

Doch welche Geräte senden im Niederfrequenz- und welche im Hochfrequenzbereich? Hier haben Sie eine kleine Übersicht.

Hochfrequente Felder werden erzeugt durch:

- Mobiltelefone
- Mobilfunkmasten
- Schnurlostelefonie
- Mikrowelle
- WLAN
- Bluetooth
- Radar
- CB-Funk (Polizeiauto, Lastwagen)

Die gesendeten Strahlen erzeugen ein hochfrequentes Wechselfeld, das auch durch Wände geht. Sie können in Ihrem Haus alles optimieren, damit die Strahlenbelastung minimiert wird, aber wie Ihr Nachbar lebt und haust, darauf haben Sie keinen Einfluss.

Wie entsteht Elektrosmog?

Als "Elektrosmog" bezeichnet wird, wenn sich verschiedene elektromagnetische Einflüsse an einem Ort anhäufen. Ein einzelnes Gerät wie zum Beispiel eine Nachttischlampe erzeugt ein elektromagnetisches Feld, doch sie macht noch keinen Elektrosmog. Von Elektrosmog spricht man erst dann, wenn gleichzeitig noch ein Fernseher, ein Radiowecker und ein WLAN-Netz im Zimmer wirken.

Zusätzlich kann Elektrosmog durch von aussen kommende, hochfrequente Strahlung noch verstärkt werden, wie zum Beispiel durch Mobilfunkmasten und Radar oder das WLAN des Nachbarn.

Elektromagnetische Felder werden durch Geräte verursacht, die mit elektrischem Wechselstrom betrieben werden. Jedes Gerät, das Sie ausschalten oder ausstecken können, verursacht (richtig angewendet) keine oder nur wenig elektromagnetische Felder. Übrigens ist der Flugmodus an Ihrem Handy, der ideale Strahlenkiller! In diesem Modus wirkt das elektromagnetische Gleichfeld. Sobald Sie es wieder in den Normalmodus schalten, zeigt es aber alle verpassten Kurznachrichten und Anrufe an. Alle übrigen Funktionen wie Kamera, Spiele und Wecker sind im Flugmodus weiterhin aktiv. 

Um Signale zu übertragen, braucht es eine Trägerfrequenz im Hochfrequenzbereich. Alle Radio- und Fernsehsender wie auch Mobilfunk und WLAN arbeiten im HF-Bereich. Die Hochfrequenz beginnt bei 30 KHz und endet bei ca. 300 GHz.

Niederfrequente Felder werden erzeugt durch:

- Stromsparlampen
- Elektrische Radiatoren
- Elektrische Fussbodenheizung
- Elektrische Wärmespeicherheizung
- Heizdecken, Wasserbett

Der Hausstrom mit all seinen in den Wänden verlegten und offen liegenden Kabeln sowie alle angeschlossenen Geräte und Lampen erzeugt ein grosses, niederfrequentes Wechselfeld. Bei den niederfrequenten Feldern unterscheiden wir noch das magnetische und das elektrische Feld.

Das magnetische Feld

Es wird durch fliessenden Strom erzeugt, also überall dort, wo Geräte oder Lampen eingeschaltet sind.

Das elektrische Feld

Elektrische Felder sind überall dort vorhanden, wo Kabel Strom führen, ohne dass ein Gerät eingeschaltet ist. Auch Verlängerungskabel, die unter dem Bett liegen während Sie schlafen, strahlen ein elektrisches Feld aus. Deshalb ist zu empfehlen, vor dem Einschlafen nicht nur die Nachttischlampe auszuschalten sondern auch den Hauptstecker zu ziehen.

Niederfrequenz: Aus allen Steckdosen kommt niederfrequenter Strom mit einer Frequenz von 50 Herz. Nur Wechselstrom liesse sich auf andere Spannungen als 230Volt transformieren wie zum Beispiel 5 Volt für ein Handy oder 12 Volt für die Akkulampe. Der Bereich der Niederfrequenz beginnt bei 3Hz und endet bei 30KHz.

Ab wann ist Elektrosmog schädlich?

Elektrische Felder mit mehr als 5 Volt per Meter werden als gesundheitsschädigend angesehen. Elektrosmog, egal wie hoch die Werte sind, ist besonders dann schädlich, wenn er in Schlafzimmern oder in Kinderzimmern vorhanden ist, weil er die Melatoninproduktion reduziert und eine tiefe Entspannung verhindert.

 

Ist Elektrosmog spürbar?

Die wenigsten Menschen spüren die Anwesenheit von Elektrosmog. Er ist unsichtbar und seine Wirkung subtil. Doch inzwischen gibt es immer mehr Leidtragende, die vor allem auf hochfrequente Strahlen mit körperlichen Schmerzen reagieren. In beinahe allen Fällen beginnt die Sensibilität mit einem dumpfen Gefühl im Kopf und Konzentrationsmangel.

Viele Elektrosmog-Sensible im Anfangsstadium, wissen nicht, dass sie es sind. “Es gilt, die Bedenken, Sorgen und Ängste der Patientinnen und Patienten gegenüber möglichen Gesundheitsgefahren durch Handy-Gebrauch und/oder durch Expositionen durch Mobilfunkbasisstationen sehr ernst zu nehmen”, fordert Professor Dr. Heyo Eckel, Präsident der Ärztekammer Niedersachsen und Vorsitzender des Ausschusses Gesundheit und Umwelt der Bundesärztekammer. Zu den häufig genannten und dokumentierten Gesundheitsstörungen, die Patienten mit “Elektrosmog” in Verbindung bringen, zählen laut Professor Dr. Heyo Eckel:

• Nervosität, Unruhezustände
• Kopfschmerzen
• Herz-/Kreislaufprobleme
• Stechen in der Herzgegend
• Tinnitus ähnliche Beschwerden
• Augenschmerzen, Nachlassen der Sehkraft
• Bluthochdruck
• (extreme) Schlafstörungen und nächtliche Schweissausbrüche

Symptome, die durch Elektrosmog verursacht werden, treten in der Regel nur auf, wenn eine Person während längerer Zeit Störfeldern ausgesetzt ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie Sie den Elektrosmog, der Sie umgibt, verringern können. Informieren Sie sich, was für Alternativen Sie haben. Es gibt (seriöse!) Firmen, die professionelle Messungen durchführen.

Einige Dinge können Sie selbst verändern, andere im Moment leider nicht.

Haben Sie sich bereits mit dem Thema Elektrosmog / Elekrosensibilität auseinandergesetzt? Was haben Sie bei sich zu Hause oder bei der Arbeit verändern können? Schreiben Sie uns und teilen Sie Ihre Erfahrungen.


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JOMA Team

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