Übersicht: Beleuchtung & Akustik

Josef Mäder Inhaber Geschäftsführer
Josef Mäder
Inhaber & Geschäftsführer

E D I T O R I A L

Beleuchtung und Schallschutz im Büro: ergonomische Schlüsselfaktoren

Bei der täglichen Büroarbeit sind wir konstant Reizen aus unserer Umwelt ausgesetzt, unsere Sinne sind ständig auf Empfang. Während wir vieles davon unbewusst „ausfiltern“, werden einige dieser Reize zu Störungen in unserem Arbeitsalltag. Konzentrationsschwierigkeiten, Ermüdung, sogar körperliche und psychische Erkrankungen können die Folge sein. Die richtige Bürobeleuchtung und akustisch wirksame Büroausstattung gehören ebenso zu einer erfolgreichen Bürogestaltung wie Schreibtisch und PC.

Bürobeleuchtung: Tageslicht kann durch nichts ersetzt werden

Als Grundregel gilt: Arbeitsplätze sollten so platziert werden, dass vorwiegend mit Tageslicht gearbeitet werden kann. Kunstlicht wie Stehleuchten oder Pendelleuchten sollten lediglich ergänzend genutzt werden. Und auch hier sollte Individualität gross geschrieben werden. So brauchen beispielsweise ältere Menschen mehr Licht zum Arbeiten als jüngere. Auch die Art der auszuführenden Arbeit bringt eigene Anforderungen mit sich: Für PC-Arbeit wird heute eine Beleuchtungsstärke von ca. 500 Lux empfohlen, für andere allgemeine Schreib- oder Ablagearbeiten 500 bis 1500 Lux. In einem ausgeklügelten Bürobeleuchtungskonzept werden spezifische Arbeitsvorgänge und persönliche Anforderungen berücksichtigt und miteinbezogen. Wenn nötig wird ein Arbeitsplatz also mit einer zusätzlichen Bürolampe, z.B. einer Arbeitsplatzleuchte ergänzt.
Experten haben herausgefunden, dass durch eine Optimierung der Beleuchtung Sehbeschwerden um mehr als 50% zurückgehen. Ebenso lässt sich mit einer guten Büroleuchte rascher Ermüdung und Konzentrationsschwäche entgegenwirken.

Bürobeleuchtung und -beschattung

Das Thema Beschattung geht Hand in Hand mit der Frage nach der richtigen Bürobeleuchtung. Die in der modernen Architektur üblichen grosszügigen Fensterfronten sind gerade für Bildschirmarbeiter nicht unproblematisch. Hier ist Sonnenschutz notwendig, dieser sollte aber die Sicht nach draussen möglichst nicht behindern.

Bildschirm und Blendung

Gerne lässt man bei der Bildschirmarbeit den Blick aus dem Fenster schweifen, um seinen Augen eine kurze Pause zu gönnen. Eine solche kurze Auszeit für die Augen ist wohltuend und wird von Experten sogar empfohlen. Die Positionierung vom Bildschirm zum Fenster ist hier ein Schlüsselfaktor: Der Arbeitsplatz sollte wenn immer möglich so im Raum stehen, dass die Blickrichtung parallel zu den Fensterflächen verläuft. So wird störende Blendung durch direkte Sonneneinstrahlung oder Reflexblendung auf den Bildschirm vermieden.

Schall und Lärm: arbeiten mit Akustikwänden

Der Trend hin zu offenen Bürostrukturen fördert zwar die Kommunikation, die Konzentration bleibt dabei aber oft auf der Strecke. Dabei gilt es in der Akustik zwischen Schall und Lärm zu unterscheiden: Schall besteht aus messbaren Schwingungen, die sich ausbreiten und von uns Menschen als Geräusche wahrgenommen werden. Lärm ist störender Schall und wird subjektiv erlebt. Lärm muss also nicht laut sein, um zu stören.
Akustische Massnahmen, wie mobile Trennwände, Tischaufsatzwände oder schallabsorbierende Deckensysteme, tragen massgeblich zu einer verbesserten Akustik bei und ermöglichen auch im Grossraumbüro Privatsphäre am Arbeitsplatz. Bürotrennwände werden jederzeit problemlos in eine bestehende Bürolandschaft integriert, obwohl es (auch aus Kostengründen) empfehlenswert ist, das Thema Schallschutz im Büro bereits in der Bauphase anzugehen und umzusetzen. Akustikwände sind flexibel und mobil und können jederzeit an neue Bedürfnisse und Anforderungen angepasst und in neuen Konfigurationen eingesetzt werden.